← Projekte StartForschungProjekteKWS Saat — Prozess- & Funktionsanalyse
Methoden-Fall · Organisationsdesign

Wo eine globale Organisation Arbeit bündeln kann, ohne langsamer zu werden

Im Transformationsprogramm des Saatgut-Konzerns KWS Saat analysierte ein HTW-Team die Prozesse und Funktionen des Global Business Center — und identifizierte, wo sich Aufgaben zu Shared Services bündeln lassen und wo Nähe zum Geschäft wichtiger ist als Effizienz.

KWS Saat·Prozess- & Funktionsanalyse·HTW Berlin·2017–2018
Kurzantwort

Wo kann eine globale Organisation Arbeit bündeln, ohne langsamer zu werden? Im Transformationsprogramm von KWS Saat analysierte ein HTW-Team die Prozesse des Global Business Center und identifizierte, wo sich Aufgaben sinnvoll zu Shared Services zusammenfassen lassen. So entstehen Effizienzgewinne, ohne die Reaktionsfähigkeit zu verlieren.

Die Frage

Welche Aufgaben gehören gebündelt — und welche müssen nah am Geschäft bleiben?

Matrix der Prozess- und Funktionsanalyse: Achsen Standardisierung und Geschäftsnähe; standardisierbare, geschäftsferne Aufgaben werden als Shared Service gebündelt.

Die Ausgangslage

KWS Saat baute sein Global Business Center im Zuge der digitalen Transformation um. Viele administrative Aufgaben lagen verteilt über Regionen und Funktionen — mit der offenen Frage, was sich zentralisieren lässt und was nicht.

Die Methode

Das Team führte eine Prozess- und Funktionsanalyse des Global Business Center durch, bewertete jede Funktion nach Standardisierbarkeit und Nähe zum Kerngeschäft und leitete daraus Kandidaten für Shared Services ab — mit organisationaler Agilität als Leitkriterium.

Die Erkenntnis

Nicht jede Bündelung spart. Shared Services lohnen dort, wo Aufgaben standardisierbar und geschäftsfern sind; geschäftsnahe Aufgaben bleiben besser dezentral. Der eigentliche Wettbewerbsvorteil im Wandel ist die Fähigkeit, Strukturen schnell anzupassen — Agilität als Organisationsprinzip.

Was hier erzählt wird Dieser Methoden-Fall beschreibt Vorgehen, Modell und verallgemeinerbare Erkenntnis der HTW-Forschung. Der Partner ist im öffentlichen HTW-Forschungskatalog genannt; vertrauliche Inhalte und Ergebnisse bleiben außen vor.