← Bücher StartBücherRemote Leadership
Praxisbuch · Reihe HR & Führung im digitalen Wandel

Remote-Arbeit braucht nicht weniger Führung. Sondern mehr.

Remote Leadership — wie Führungskräfte digitale Teams erfolgreich vernetzen, motivieren und führen. Von Julia Moritz & Kai Reinhardt. Ein aktives Arbeitsbuch mit drei Säulen, fünf Erfolgsfaktoren und dem EMPULS-Modell.

Springer Gabler · 2025 · ISBN 978-3-658-48938-0 · englische Ausgabe ab August 2026
Die These

Hybrid ist gekommen, um zu bleiben. Die Führung hängt hinterher.

Die Diskussion dreht sich um Rückkehrquoten und Bürotage — als ginge es um den Ort. Die eigentliche Frage ist eine andere: Wie führt man, wenn der kurze Blick über den Schreibtisch, das beiläufige Gespräch und das Gespür für Stimmung wegfallen? Über Distanz entsteht eine psychologische Distanz, die kein Tool und keine Vereinbarung allein überbrückt.

Die meisten Ratgeber antworten darauf mit Tools und Meeting-Regeln. Dieses Buch nimmt die menschliche Seite ernst und dreht die verbreitete Annahme um: Remote-Arbeit braucht nicht weniger, sondern mehr Führung — nur anders. Statt Kontrolle eine bewusste Kombination aus Struktur, Vertrauen und gemeinsamer Ausrichtung, die sich benennen und entwickeln lässt.

Wir — Julia Moritz und ich — haben das Buch geschrieben, weil die Debatte am eigentlichen Problem vorbeilief: Es geht nicht um Bürotage, sondern um die Beziehung, die über Distanz verloren geht. Genau die lässt sich führen, sobald man sie benennt.

SPRINGER GABLER · 2025 RemoteLeadership MORITZ · REINHARDT [kr]
Direkt beim Verlag

Springer Gabler · 2025

Print & eBook · ISBN 978-3-658-48938-0 · Reihe „HR und Führung im digitalen Wandel"

Ein aktives Arbeitsbuch mit zehn Werkzeugen für digitale Führung — als gedruckte Ausgabe oder eBook.

🇬🇧 Englische Ausgabe ab August 2026: How to Build, Engage, and Lead High-Performing Distributed Teams (Springer, ISBN 978-3-658-52158-5). Beim Verlag vormerken →
Was im Buch steht

Vier Werkzeuge gegen die Distanz.

  1. Drei Säulen erfolgreicher Remote-Teams — Struktur, Vertrauen, Vision — und wie sie die psychologische Distanz überbrücken.
  2. Fünf Erfolgsfaktoren wirksamer Führung auf Distanz, und woran sie scheitert.
  3. Das EMPULS-Modell: sechs Dimensionen emotionaler Führung, die über Distanz sonst unter den Tisch fallen.
  4. Zehn Werkzeuge — Selbsttests, Checklisten, Playbooks — für den direkten Einsatz im Team.
Das Buch in einem Bild

Drei Säulen, die Distanz tragen

Erfolgreiche Remote-Teams ruhen nicht auf einem Tool, sondern auf drei Trägern. Fällt einer weg, kippt das Team in die psychologische Distanz.

DIE DREI SÄULEN AUS DEM BUCH Struktur, Vertrauen, Vision 01 Struktur Klare Erwartungen und präzise Aufgabenverteilung — das Management-Fundament. 02 Vertrauen Zwischenmenschliche Nähe und kontinuierliches Feedback statt Kontrolle. 03 Vision Eine verbindende, gemeinsame Ausrichtung, die verteilte Teams trägt. SIE ÜBERBRÜCKEN DIE PSYCHOLOGISCHE DISTANZ VIRTUELLER TEAMS
Die drei Säulen erfolgreicher Remote-Teams aus dem Buch. Eigene Darstellung © 2026 Prof. Dr. Kai Reinhardt; nach Moritz & Reinhardt, Remote Leadership (Springer Gabler 2025).

Struktur ist das Management-Fundament, Vertrauen die zwischenmenschliche Schicht, Vision die gemeinsame Richtung. Über Distanz fällt vor allem die mittlere Säule weg — weil Nähe nicht mehr nebenbei entsteht. Genau hier setzt das EMPULS-Modell an, das die emotionale Führung wieder benennbar macht.

Das Herzstück

EMPULS — emotionale Führung, endlich benennbar

Über Distanz fällt zuerst das Emotionale weg: die Stimmung im Raum, das Gespür dafür, wem gerade etwas zu viel wird. Genau das lässt sich nicht delegieren und nicht automatisieren — aber es lässt sich strukturieren. EMPULS zerlegt emotionale Führung in sechs Dimensionen, die eine Führungskraft einzeln entwickeln kann, statt auf „Bauchgefühl" zu hoffen.

  1. Empathie — die Lage des anderen erfassen, auch ohne ihn im Raum zu sehen.
  2. Motivation — Antrieb stiften, wenn der soziale Sog des Büros fehlt.
  3. Präsenz — ansprechbar und spürbar sein, ohne ständig zu kontrollieren.
  4. Umgang mit Emotionen — Spannungen ansprechen, bevor sie in Chats verhärten.
  5. Lösungsorientierung — aus Distanzkonflikten Handlungen machen, keine Eskalationen.
  6. Selbstreflexion — die eigene Wirkung über Distanz ehrlich prüfen.

Jede Dimension kommt im Buch mit Selbsttest und konkreten Übungen — deshalb gibt EMPULS dem Buch seinen roten Faden. Das Modell im Detail — sechs Dimensionen und ein Selbstcheck →

Warum „mehr Führung" kein Widerspruch ist

In Präsenz trägt vieles die Beziehung, ohne dass jemand bewusst führt: der Flurfunk, das gemeinsame Mittagessen, der Blick, der sagt „heute ist etwas". Über Distanz fällt diese unsichtbare Infrastruktur weg. Was bleibt, muss absichtsvoll hergestellt werden — sonst tut es niemand. „Mehr Führung" heißt deshalb nicht mehr Kontrolle, sondern: die Nähe, die früher nebenbei entstand, jetzt bewusst gestalten.

„Remote-Arbeit braucht mehr Führung, nicht weniger."

Der häufigste Fehler ist, Sichtbarkeit mit Leistung zu verwechseln. Wer Distanz mit Kontrolle beantwortet — Status-Ampeln, Aktivitätsprotokolle, der ständige Blick, ob jemand „online" ist —, erzeugt genau das Misstrauen, das er fürchtet, und die Besten gehen zuerst. Vertrauen entsteht nicht durch Nachsehen, sondern durch verlässliche Struktur und echte Resonanz. Das Buch zeigt an konkreten Situationen, wie beides zusammengeht, ohne ins Kontrollregime zu kippen — vom ersten Check-in am Morgen bis zum schwierigen Gespräch, das sonst niemand führt, weil es niemand sieht.

Dabei bleibt es nicht beim Modell. Jedes Kapitel mündet in Werkzeuge — Selbsttests, Checklisten, Playbooks —, die eine Führungskraft direkt im eigenen Team einsetzen kann. Es ist ein Arbeitsbuch, kein Lesebuch: gedacht, um es neben den Laptop zu legen, nicht ins Regal. Mit der englischen Ausgabe ab August 2026 wird der Ansatz erstmals auch international verfügbar — ein Hinweis darauf, dass die Frage längst keine deutsche mehr ist.

Für wen — und warum

Geschrieben für die, die auf Distanz führen — und es ernst meinen.

Wir haben das Buch nicht für die Remote-Debatte geschrieben, sondern für den Montag danach: für die Teamleiterin, deren halbes Team sie nur noch als Kachel sieht; für den Bereichsleiter, der ahnt, dass „alle zurück ins Büro" das eigentliche Problem nicht löst; für die HR-Verantwortliche, die hybrides Arbeiten gestalten soll, ohne es auf eine Anwesenheitsregel zu verkürzen. Wer Distanz nur verwalten will, braucht das Buch nicht. Wer auf Distanz wirklich führen will, findet hier das Handwerk dazu.

Führungskräfte verteilter TeamsLeiter:innen hybrider OrganisationenHR- & PersonalentwicklungTeam- & Projektleitung

Geschrieben haben es Julia Moritz und Prof. Dr. Kai Reinhardt — Professor für BWL, Organisation und Personal an der HTW Berlin und Herausgeber der Springer-Reihe „HR und Führung im digitalen Wandel", in der das Buch erscheint. Kein Ratgeber aus zweiter Hand, sondern aus Forschung und Beratungspraxis zu der Frage, wie Organisationen unter digitalen Bedingungen führen.